SECOR.data.USAGE
Daten sind nur dann wertvoll, wenn sie genutzt werden. Im Software Defined Vehicle (SDV) entstehen mehr Daten als je zuvor – über Sensoren, Steuergeräte, Fahrverhalten und Systemzustände. Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der Menge. Er liegt in der Fähigkeit, diese Daten systematisch zu erfassen, zu übertragen, zu analysieren und in konkrete Handlungen zu übersetzen.
SECOR macht das möglich – als integraler Bestandteil des SECOR SDV ECOSYSTEM.
Herausforderung: Datennutzung
In heutigen Fahrzeugarchitekturen sind Daten verteilt, unterschiedlich strukturiert und schwer zugänglich. Ergebnis: Datensilos, hoher Integrationsaufwand und eingeschränkte Nutzbarkeit über Fahrzeug- und Hardware-Generationen hinweg. In den 2020er wurden viele Daten gesammelt wenig genutzt und es sind hohe Cloud-Gebühren aufgelaufen.
Sensordaten aus hunderten ECUs sind nicht standardisiert erfasst und kaum fahrzeugübergreifend auswertbar.
Over-the-Air-Fähigkeit fehlt für viele Steuergeräte – Updates erreichen nicht alle ECUs, Diagnosedaten kommen nur bedingt zurück.
Jede neue Hardware-Generation erfordert aufwändiges Rekompilieren bestehender Software – Datenkontinuität geht verloren.
Predictive Maintenance, Fleet Analytics und datengetriebene Services fehlen, weil die Dateninfrastruktur fehlt.
Hohe Kosten für „Data Storing" in Rechenzentren stehen kaum Benefits gegenüber.
Nicht der Sensor ist das Problem. Nicht die Cloud. Das Problem ist die fehlende Verbindung – vom Fahrzeug bis zur verwertbaren Handlungsempfehlung.
Nicht der Sensor ist das Problem. Nicht die Cloud. Das Problem ist die fehlende Verbindung – die Übertragung vom Fahrzeug bis zur verwertbaren Handlungsempfehlung.
Unsere Lösung
SECOR.data.USAGE aggregiert Daten aus allen Fahrzeugsystemen, standardisiert Schnittstellen auf Basis der COVESA Vehicle Signal Specification (VSS) und ermöglicht strukturierten Zugriff – unabhängig von Hardware-Generationen und Herstellern.
Die Plattform ist Bestandteil des SECOR SDV ECOSYSTEM und arbeitet nahtlos mit SECOR.sdv.LAB, der Chiplet-Architektur und dem SDV App Store zusammen. Daten werden nicht isoliert erfasst – sie fließen durch ein durchgängig standardisiertes System. Apps, die aus dem Fahrzeugbetrieb entstehende Daten nutzen, können so von Third-Party-Software-Anbietern Marken übergreifend erstellt werden.
Nicht alle Fahrzeugdaten müssen kontinuierlich übertragen oder gespeichert werden – eine intelligente Signalauswahl ist entscheidend für Skalierbarkeit und Kosteneffizienz der gesamten Dateninfrastruktur.
Eine per OTA konfigurierbare Telemetrie ermöglicht es Ingenieuren, schnell und flexibel festzulegen:
Die Erfahrung von SECOR Consult können sie bereits heute nutzen, um bei bestehenden Datenbeständen Ihre möglicherweise hohen Kosten für „Data Storing“ in Rechenzentren kurzfristig zu reduzieren.
Das Problemfeld
Was passiert, wenn ein Sensor im Fahrzeug einen auffälligen Wert erfasst? Im SECOR SDV ECOSYSTEM folgt daraus eine vollständige, automatisierte Datenkette.
Fahrzeug-Komponente erfasst Messwert
Drahtlose Übertragung in Echtzeit
Logging, Speicherung, Aggregation
KI-gestützte Diagnose & Mustererkennung
Werkstatt, Hersteller oder OTA-Update
Cloud-basierte Flottendiagnose ermöglicht die Remote-Analyse des Fahrzeugverhaltens, bevor das Fahrzeug im Servicecenter eintrifft. Probleme werden identifiziert, bevor der Fahrer überhaupt eine Werkstatt aufsucht. Telemetrie ermöglicht die historische Wiedergabe und Korrelation von Sensor-, Aktor- und Softwareverhalten – zur Beschleunigung der Ursachenanalyse komplexer Fehlermuster.
Ein Temperatursensor am Elektromotor eines SDVs registriert einen erhöhten Wert, der außerhalb des definierten Toleranzbereichs liegt. Das SECOR ECOSYSTEM verarbeitet diesen Vorgang vollautomatisch:
Während der Fahrzeugentwicklung können Fahrzyklen mit exaktem Timing aufgezeichnet und als Eingabe für Simulationen in der System- und Softwareintegration genutzt werden. Fehler werden früher erkannt – Shift-left als messbarer Prozessvorteil.
OTA als Datenmechanismus
Kontinuierliche Verbesserung im Betrieb, ohne Werkstattbesuch.
Softwarestände, die über das individuelle Fahrzeug hinaus in Folgemodelle übertragen werden.
Parameter-Korrekturen auf Basis von Diagnosedaten – ähnlich einem Treiber-Update beim PC.
Einheitliche Softwarestände bei allen Teilnehmern im Product Development Process (PDP)
Reale Flottentelemetrie ermöglicht die kontinuierliche Validierung von OTA-Softwareverbesserungen – jedes ausgerollte Update wird durch Flottendaten auf seine Wirksamkeit geprüft.
ZUSAMMENSPIEL MIT DER CHIPLET-ARCHITEKTUR
Die Chiplet-Architektur von SECOR macht Hardware austauschbar – sowohl zum SOP-Termin als auch zwanzig Jahre später. SECOR.data.USAGE stellt sicher, dass dieser Hardware-Wechsel für die Datenschicht unsichtbar bleibt.
Konkret: Da die Hardware-Interfaces standardisiert und funktionskompatibel bleiben, müssen bestehende Software- und Daten-Pipelines bei einem Hardware-Update nicht neu entwickelt werden. Datenkontinuität über Fahrzeug- und Hardware-Generationen hinweg ist damit erstmals strukturell garantiert – nicht Projektziel, sondern Architekturprinzip.
Die SECOR MCU wird gleichzeitig in drei Produktionsstätten auf verschiedenen Kontinenten gefertigt. Geopolitische Lieferengpässe gefährden damit weder die Hardware noch die daran hängende Dateninfrastruktur.
B2B App Store & Geschäftsmodelle
Daten, die durch SECOR.data.USAGE standardisiert und zugänglich gemacht werden, sind die Grundlage für skalierbare Geschäftsmodelle – auf B2B- und B2C-Ebene.
B2B
SDV App Store
Chiplets sind einzelne, spezialisierte Halbleiter-Dies, die über einen gemeinsamen Interposer elektrisch verbunden werden. Das Ergebnis ist eine MCU, deren Funktionsumfang, Rechenleistung und Fertigungstechnologie gezielt konfiguriert wird – statt einmalig festgelegt.
B2C
Consumer Services
Endkunden kaufen Apps für ihr Fahrzeug oder ersetzen bestehende durch neue. OEMs können Subscription-Services anbieten – etwa exklusive Software-Features oder erweiterte Diagnose.
Predictive Maintenance
Echtzeit-Diagnosedaten ermöglichen vorausschauende Wartung – Serviceintervalle werden datenbasiert, nicht zeitbasiert gesteuert.
Fleet Analytics
Aggregierte Flottendaten liefern Erkenntnisse zu Nutzungsmustern, Verschleiß und Optimierungspotenzial.
Gezielte Rückrufvermeidung
Telemetrie ermöglicht VIN-spezifische Maßnahmen – Eingriff nur dort, wo wirklich nötig.
Feldproblem-Erkennung
Aufkommende Feldprobleme, Hardware-Degradationstrends und Softwarefehler werden früh identifiziert.
Servicekampagnen
Anstelle breiter Rückrufe: gezielte FIN-spezifische Reparaturen und softwareseitige Gegenmaßnahmen.
Entwicklung beschleunigen
Regression Testing auf Basis echter Fahrdaten. Shift-left durch frühere strukturierte Datenverfügbarkeit.
SECOR.data.USAGE ist nicht nur ein Betriebssystem für Fahrzeugdaten – es ist ein Werkzeug für Entwicklungsteams. Die SECOR.lab.APP verbindet alle Projektpartner und stellt sicher, dass alle Beteiligten auf demselben Software-Stand arbeiten.
POSITIONIERUNG IM ECOSYSTEM
SECOR.data.USAGE ist die Drehscheibe zwischen Hardware, Software und Business-Modellen. Aber sie ist kein Silo – sie ist Bestandteil eines durchgängig integrierten Ecosystems, das alle Ebenen des Software Defined Vehicle abdeckt.
Resiliente, modulare Hardware
Agile Entwicklung & CI/CD
Daten & Services
SECOR ist damit der einzige Anbieter auf dem Markt, der standardisierte Hardware und Software im SDV ganzheitlich adressiert – und Fahrzeugdaten nicht als Nebenprodukt, sondern als strategischen Werttreiber behandelt.
Mehrwerte auf einen Blick
Standardisierte COVESA-VSS-Schnittstellen ermöglichen strukturierten Zugriff unabhängig von Hardware-Generation und Hersteller.
Echtzeit-Diagnosedaten aus Fahrzeugsensoren werden in der Cloud analysiert und in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt – an Werkstatt oder Hersteller.
Kein SIL-Testing, kein manuelles Daten-Mapping über ECU-Grenzen hinweg. Integration ist Architekturprinzip, nicht Projektaufgabe.
B2B- und B2C-fähige Datenprodukte auf Basis einer standardisierten API-Schicht – Subscription, App Store, Fleet Analytics.
Fahrzyklen als Simulationsdaten, gemeinsames Defect Tracking, Shift-left durch frühere Datenverfügbarkeit.
Software- und Datenpipelines bleiben über Hardware-Generationen hinweg stabil. Kein Neustart bei Hardware-Wechsel.
Reduziert Cloud-Speicher- und Bandbreitenkosten bei gleichzeitiger Maximierung des technischen Mehrwerts – durch intelligente Signalauswahl statt Vollübertragung.
Telemetrie ermöglicht VIN-spezifische Maßnahmen und Servicekampagnen statt kostspieliger Flottenrückrufe – Eingriff nur dort, wo wirklich nötig.
Nicht der Sensor ist das Problem. Nicht die Cloud. Das Problem ist die fehlende Verbindung – vom Fahrzeug über die Übertragung bis zur verwertbaren Handlungsempfehlung.
Ihr Nächster Schritt
SECOR.data.USAGE ist keine Add-on-Lösung. Es ist das Bindeglied zwischen modularer Hardware, agiler Softwareentwicklung und datengetriebenen Geschäftsmodellen – entwickelt für die Anforderungen des Software Defined Vehicle.
Das SDV wird damit mehr als eine Fahrzeugplattform – es wird zu einem kontinuierlich lernenden System, das sich über seinen gesamten Lebenszyklus verbessert: Es wird zu einem Smartphone auf vier Rädern.
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